
Boubín (1362 m) ist nicht der höchste Berg des Böhmerwaldes, aber sein berühmtester. Der Grund wächst an seinen Hängen: der Urwald Boubín, bereits seit 1858 geschützt, ist einer der ältesten Urwälder Europas. Fichten und Buchen fallen und werden hier ohne menschlichen Eingriff geboren — manche stehenden Riesen erinnern sich noch ans Mittelalter.
Die Route
Der Klassiker startet am Boubíner Seelein (Parkplatz Kaplice bei Zátoň). Um den See führt ein Lehrpfad am Rand des Urwaldes — ins Kerngebiet selbst darf man nicht, und genau deshalb gibt es so viel zu sehen. Zum Gipfel geht es weiter auf der blauen Markierung, insgesamt etwa 12 km hin und zurück mit rund 600 Höhenmetern.
Auf dem Gipfel
Seit 2005 steht auf dem Gipfel ein 21 Meter hoher Aussichtsturm — bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Alpen. Am schönsten ist es früh am Morgen, wenn das Tal im Nebel versinkt und nur die Bergkämme darüber schweben.
Wann losgehen
Ganzjährig. Im Winter ist der Aufstieg mit Schneeschuhen unvergesslich, im Herbst leuchtet der Urwald in allen Farben. Meiden Sie die sommerlichen Wochenend-Mittage — Boubín ist zu Recht beliebt.


