
Bučina (1162 m ü. M.) war das höchstgelegene Dorf Böhmens — auf dem Kamm an der bayerischen Grenze lebten hier Dutzende Familien. Nach 1945 wurde das Dorf ausgesiedelt und der Eiserne Vorhang machte es dem Erdboden gleich; geblieben sind nur das erneuerte Hotel, eine Nachbildung der Signalwand mit Stacheldraht als Mahnmal und der Name, der auf der Karte den Ort hält.
Route
Von Kvilda führt ein markierter Weg über die Ebenen nach Bučina — etwa 4 km in eine Richtung, hin und zurück 8 km mit mäßiger Steigung. Im Winter ist die Strecke ein beliebter Teil der Loipe „Bílá stopa“, im Sommer fahren auch grüne Saisonbusse hierher. Unterwegs kann man zu den Moldauquellen abzweigen.
Was Sie sehen
Gleich hinter dem ehemaligen Dorf wartet die Hauptsache — der Alpenblick. Bei klarem Wetter öffnet sich vom Kamm der Blick über die bayerischen Wälder bis zu den schneebedeckten Alpengipfeln in über 150 km Entfernung. Am Weg stehen das Denkmal des verschwundenen Dorfes mit alten Fotografien und im Gras versteckte Hausfundamente.
Wann aufbrechen
Die beste Chance auf die Alpen gibt es an kalten, klaren Tagen — nach einer Kaltfront, im Herbst und Winter. Die Ebenen um Bučina sind auch im Nebel schön, wenn die Silhouetten einsamer Ahorne aus dem Gras treten.

