
Zwischen Loučovice und Vyšší Brod (Hohenfurth) erhebt sich über dem tiefen Moldautal die Teufelsmauer (Čertova stěna) — ein zerklüfteter Hang aus chaotisch aufgetürmten Granitblöcken, ein „Steinmeer“, unter dem der Fluss bis heute in den Stromschnellen der Teufelsströmungen rauscht. Zusammen mit dem Gipfel Luč (933 m) bildet sie ein nationales Naturreservat, umwoben von der berühmtesten südböhmischen Teufelssage, die auch Bedřich Smetana zu einer Oper inspirierte.
Route
Von Loučovice führt die rote Markierung Richtung Hohenfurth; zur Aussicht Teufelskanzel über dem Steinmeer sind es knapp 3 km, hin und zurück etwa 5 km leichte Wanderung. Geübte können auf die Luč aufsteigen oder auf der roten Markierung bis zum Kloster Hohenfurth weitergehen.
Was Sie sehen
Das Steinmeer selbst — durch Frostverwitterung über den ganzen Hang verstreute Blöcke, die Felsaussicht mit Blick ins enge Moldautal und auf die bewaldeten Rücken gegenüber. Unten am Fluss erinnern die Teufelsströmungen an die legendäre Wildwasserstrecke.
Wann aufbrechen
Am eindrucksvollsten ist die Mauer im Herbst, wenn Kiefern und Birken zwischen den Blöcken in Farben spielen. Der Weg ist ganzjährig begehbar; die Blockhalden selbst nicht betreten — das Geröll ist instabil.

