
Die Siedlung Hirschbergen (Jelení Vrchy) über Nová Pec entstand Ende des 18. Jahrhunderts für die Flößer und Holzfäller des Schwarzenbergischen Schwemmkanals — des Wasserbaus von Josef Rosenauer, der ab 1789 Böhmerwaldholz über die europäische Wasserscheide bis nach Wien beförderte. Direkt über der Siedlung verschwindet der Kanal im 419 m langen Schwemmtunnel, gebaut 1821–1823, mit schmucken Steinportalen an beiden Enden.
Route
Der schönste Zugang beginnt an der Bahnstation Ovesná: Der bequeme Weg am Kanal entlang misst bis zur Siedlung etwa 6 km, hin und zurück also 12 km; wer nur zum Tunnel will, parkt direkt in Hirschbergen und erreicht beide Portale auf einem kurzen Rundweg. Mit dem Rad kommt man bequem von Nová Pec herauf.
Was Sie sehen
Beide Steinportale des Tunnels, den Kanal mit Rechen und Riesen, eine Ausstellung zur Holztrift in der Siedlung — und mehrmals pro Saison lebendige Schauschwemmen, bei denen wieder Scheite durch den Kanal treiben wie vor zweihundert Jahren. Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Wann aufbrechen
Ideal am Tag einer Schauschwemme — mit Musik und Trachten aus Böhmen und Österreich. Außerhalb der Saison ist Hirschbergen ein stiller Winkel des alten Böhmerwaldes, in dem der Kanal leise unter den Tannen rauscht.

