
Lenora (Eleonorenhain) entstand 1834 um die neu gegründete Glashütte, die Meister Johann Meyr berühmt machte — seine Hütte erzeugte das feinste Kristallglas Böhmens und exportierte es in die ganze Welt. An die Glasära erinnern heute das Lenora-Schlösschen mit Glasausstellung und die Häuser der Glasarbeiter — und zwei technische Denkmäler, die es sonst nirgends gibt.
Route
Der Spaziergang durchs Dorf und zum Fluss misst rund 2 km und ist für jeden machbar. Unterhalb der Straße nach Volary überspannt die gedeckte Holzbrücke Rechle von 1870 die Moldau: Das Gatter in ihrem Boden diente dazu, die geflößten Stämme aufzuhalten, zu zählen und nach und nach zu den Papierfabriken in Větřní weiterzulassen. Von den Rechen kann man an der Moldau weitergehen oder zum Zug — Lenora liegt an der Bahnlinie Číčenice–Volary.
Was Sie sehen
Neben den Rechen vor allem den Gemeindebackofen von 1837: Der gemauerte Ofen diente dem Dorf noch nach dem Zweiten Weltkrieg, und bis heute wird darin von April bis November an jedem letzten Samstag im Monat öffentlich gebacken — Brot und süße Fladen, die man noch warm kaufen kann. Die Termine stehen in unserem Veranstaltungskalender.
Wann aufbrechen
Am besten direkt zum Backtag — das Dorf duftet nach Sauerteig und Rauch wie vor hundert Jahren. Die Rechen sind allerdings im Winter unter Schnee am fotogensten.

