
Mader (Modrava) liegt auf 980 Metern am Zusammenfluss von Rachelbach, Maderbach und Filipohuť-Bach — genau hier beginnt die wilde Vydra (Widra). Die ehemalige Holzfällersiedlung, berühmt geworden durch die Romane Karel Klostermanns, ist heute das Haupttor in den wertvollsten Teil der Böhmerwald-Ebenen: zum Pürstling (Březník), zu den Moldauquellen und zu den Mooren.
Route
Der schönste kurze Rundweg beginnt am Parkplatz am Rechensteg (Hradlový most): Am Anfang des Chinitz-Tettauer Schwemmkanals entlang, den Josef Rosenauer 1799–1801 baute, damit das Holz das unschiffbare Bett der Vydra umgehen konnte, erreicht man Mader in knapp 3 km; hin und zurück mit Dorfrunde etwa 6 km. Den Kanal begleitet heute ein Lehrpfad.
Was Sie sehen
Den Rechensteg mit dem Gatter, an dem einst die Stämme aus der Vydra in den Kanal gelenkt wurden, die Klostermann-Hütte von 1924 nach Plänen von Bohuslav Fuchs, das Gemeindezentrum Dřevák mit einer Ausstellung zur Böhmerwaldnatur — und vor allem die Vydra, die unterhalb des Dorfes über Granitblöcke springt.
Wann aufbrechen
Ganzjährig: Im Sommer ist Mader Ausgangspunkt zum Pürstling und Poledník, im Winter Knotenpunkt gespurter Loipen. Werktage außerhalb der Ferien sind am stillsten.

