
Der Große Osser (1293 m) hat die schärfste Silhouette des ganzen Künischen Gebirges — der spitze Felsgipfel trug ihm den Beinamen „Matterhorn des Bayerischen Waldes“ ein. Über den Gipfel verläuft die Staatsgrenze, auf dem Fels steht ein Kreuz, und wenige Meter darunter bewirtet auf bayerischer Seite das Osserschutzhaus.
Route
Von tschechischer Seite führt der Aufstieg von Hamry auf den Grenzkamm und über den Kleinen Osser zum Gipfel; hin und zurück etwa 12 km mit rund 700 Höhenmetern. Von Lam aus ist die Runde etwas länger.
Was Sie sehen
Der Gipfelfels bietet eine der dramatischsten Aussichten des Böhmerwaldes: gegenüber Arber und Seewand, tief unten die Talkessel von Lam und Železná Ruda, an klaren Tagen die Alpenkette im Süden. Den Kamm zwischen beiden Ossern bedecken Bergfichtenwälder.
Wann losgehen
Ganzjährig; das felsige Finale verlangt festes Schuhwerk, im Winter Grödel. Am schönsten ist der Abend — der Sonnenuntergang am Gipfelkreuz gehört zu den Klassikern des Böhmerwaldes.

