
Auf dem bewaldeten Hügel über Annín steht die spätromanische Kirche St. Mauritius, erbaut zwischen 1220 und 1230 — einer der ältesten erhaltenen Orte des christlichen Böhmerwaldes, verbunden mit dem bayerischen Kloster Niederaltaich. Im Turm hängt eine Bronzeglocke von 1329, im Inneren wurden 1993 Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert mit dem Jüngsten Gericht entdeckt und restauriert. Neben der Kirche steht das barocke Beinhaus, in dem einst an die fünftausend Gebeine ruhten.
Route
Von Annín führt ein markierter Weg mit Kreuzwegstationen auf den Maurenzen — hinauf ist es knapp ein Kilometer mit rund 90 m Steigung, hin und zurück etwa 2 km. Der Ausflug lässt sich mit einem Spaziergang an der Wottawa oder dem Glasmacherort Annín verbinden.
Was Sie sehen
Die Kirche mit dem Friedhof der deutschen Landsleute — gerade ihre Spenden halfen, den Bau in den 1990er Jahren zu retten; im September 1993 wurde er als Ort der tschechisch-deutschen Versöhnung neu geweiht. Von der Kirche öffnet sich der Blick ins Tal der Wottawa; im Sommer finden Konzerte und Führungen statt, auch durch das Beinhaus.
Wann aufbrechen
Jederzeit — der Hügel ist ganzjährig zugänglich, das Innere bei Führungen und beim „Maurenzener Sommer“. Das Abendlicht über der Wottawa ist ein Lohn für sich.


